Die am 01.08.1937 eingeführte Uniform des Zollgrenzschutzes wies kein Hoheitszeichen auf. Dies war insofern ungewöhnlich, da alle anderen staatlichen Organisationen entweder am Ärmel oder im Brustbereich das NS-Hoheitszeichen trugen. So begann kurz danach die Arbeit an den Ärmelstreifen, die im März 1938 fertiggestellt war und dem Reichsfinanzministerium von der Zollkleiderkasse vorgelegt wurde. Am 01.12.1938 wurde die Bekleidungsvorschrift entsprechend ergänzt.

Der Ärmelstreifen war 3,2 cm breit und bestand aus zollgrüner Kunstseide, auf dem sich das Hoheitszeichen befand. Oben und unten gab es je einen 1 mm breiten Rand. Bei Beamten (auch Wasserzoll) bis einschließlich Finanzpräsident und später auch bei der ZGS-Reserve und den ZGS-Helferinnen in Frankreich, bestand das Hoheitszeichen und der Rand aus Aluminiumgespinst, oder grauer Kunstseide. Bei Beamten ab Oberfinanzpräsident aufwärts bestand das Hoheitszeichen aus Goldgespinst und der Rand aus goldfarbener Kunstseide.
Zu tragen war der Ärmelstreifen am linken Unterärmel. Bei Rollaufschlägen 1-2 mm darüber, bei aufschlaglosen Ärmeln 1-2 mm über der Steppnaht, ansonsten ca. 16 cm über dem unteren Ärmelende.

Nach dem Hitler-Attentat im Juli 1944 wurde der Zollgrenzschutz der SS unterstellt. Während auf den Schulterklappen die Metallauflage RFV entfernt wurde, konnte der Ärmelstreifen anscheinend weitergetragen werden, jedoch trat zunehmend der SS-Adler auf dem linken Oberarm in Erscheinung (Foto).

Zollflieger-Ärmelstreifen
Im Falle der Flugzeugführer und Bordwarte diskutierte man zu Beginn der Zollfliegerei im März 1941 die Einführung eines eigenen Ärmelbandes mit der Aufschrift Zollflieger, das anstelle des allgemeines Bandes zu tragen wäre. Letztendlich entschied man sich dagegen und fertigte das Zollflieger-Abzeichen.

copyright: www.zollgrenzschutz.de

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