Wappenschilder (umgangssprachlich auch Ärmelschild genannt) wurden ab Ende der 1920er Jahren von Angehörigen der Reichszollverwaltung getragen, die ihren Dienst in bürgerlicher Kleidung verrichteten. Ab Ende der 1930er Jahren gab es weitere Schilder für Hilfspersonal im Zollgrenzschutz, da sie eine Militäruniform ohne Rangabzeichen trugen. Das Schild war auf einer grünen Armbinde aufgenäht, bestand aus Messing und trug eine Nummer. Damit hatte das Wappenschild die Funktion eines Ausweises und deswegen wurde jede Nummer nur einmal vergeben.

Kopien und Fälschungen gibt es wie Sand am Meer und die Varianten sind zahlreich. So dürfte die Nummer 33023 die am meisten verbreitere Kopie darstellen. Inzwischen geht der Trend jedoch zu sogenannten entnazifizierten Stücken ohne Hakenkreuz und zu Varianten mit Phantasienummern. Bei Internet-Auktionen und selbst mitunter bei renommierten Militaria-Verkäufern kann man regelmäßig fündig werden, eingerahmt von den klassischen Geschichten wie Dachbodenfund etc.
Kopien dürften wohl nur wenige Euro wert sein, dennoch finden sich immer wieder (uninformierte) Käufer, sich sich von 50 Euro und mehr nicht abschrecken lassen.

Informationen zur Geschichte der Wappenschilder befinden sich hier.

Vergleich Kopie - Original
KopieOriginal
Kopie Original

Kopien sind meist an der Farbe zu erkennen. Während das Original aus Messing hergestellt wurde und fast goldfarben ist, sind die meisten Kopien grau, braun oder rötlich. Die körnige Musterung des Originals ist bei Kopien kaum zu erkennen, zwischen den Buchstaben und in den Vertiefungen schimmert es schmutzig. Die Löcher zum Aufnähen des Schildes sind entweder gar nicht, oder nur gerade so geöffnet, ferner sind Grate an der Umrandung zu erkennen. Teilweise sind Kopien auf grauem Stoff aufgenäht oder geklebt.

KopieOriginal
Kopie Original

Die Buchstaben und der Adler wurden eingestanzt und sind auch auf der Rückseite zu sehen, jedoch ist die Nummer nicht auf der Rückseite sichtbar. Bei Kopien ist die Rückseite oft komplett glatt, mit Spiegelungstechniken hier wird inzwischen versucht, Abhilfe zu schaffen. Dabei ist allerdings oft die Nummer erkennbar ist und die Qualität der Körnung noch schlechter als auf der Vorderseite. Auch bei dem linken Beispiel schimmern Zwischenräume schmutzig, die Löcher sind uneinheitlich, der Rand ist schief.

Kurios ist ein immer wieder mal angebotenes Schild der Nummer 33023 auf Holz mit der Inschrift Zur Erinnerung an meine Dienstzeit beim verstärkten Grenzaufsichtsdienst 1940. Auch wenn ich diese Komposition insgesamt für eine Kopie halte, wäre denkbar, dass es hierfür eine tatsächlich privat oder offiziell ausgegebene Vorlage gibt.

Fälschungen

Inzwischen erscheinen auf dem Markt vermehrt Fälschungen. Hier wurde der Nummernblock geändert und bisher nur wenig in Erscheinung getretene Nummern eingetragen, die verwendeten Formate der Ziffern entsprechen jedoch nicht denen des Originals.

FälschungFälschung
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Auch hier stimmt die Farbe des Schildes nicht mit den Originalen überein und ist grau statt messingfarben. Die Erhebungen auf der Vorderseite sind von Rückständen umrahmt und lassen das Schild schmutzig erscheinen. Die Ziffern passen nicht zu den Originalen und sind teils unsauber verarbeitet.