copyright: www.zollgrenzschutz.deDie Personaldecke war beim ZGS Ukraine von Anfang an sehr knapp, so kam 1941 im Schnitt nur ein Mann auf einen Kilometer Grenze. Dies konnte in der Folgezeit nur unwesentlich gesteigert werden, da wiederum junge Zollgrenzschützer zur Wehrmacht eingezogen wurden. Um die Personalnot etwas zu lindern übergab die Wehrmacht im Sommer 1943 dem Zollgrenzschutz 200 Turk-Legionäre (Wolgatataren) als Hilfszollmänner. Hierbei handelte es sich um ehemalige russische Kriegsgefangene, die in der zur Wehrmacht gehörenden Wolgatatarischen Legion militärisch ausgebildet und dadurch deutsche Soldaten geworden waren. Anfangs zuverlässig, wurden die ersten Legionäre ab Ende 1943 beim Näherrücken der Ostfront fahnenflüchtig, so dass das verbliebene Kontingent bald an die Wehrmacht zurückgegeben wurde.

Auch nach der Übernahme durch den ZGS wurden die von der Wehrmacht ausgegebenen Uniformen unverändert weitergetragen. Nur der Ärmelstreifen weist auf die ZGS-Zugehörigkeit hin, wobei für die Person rechts außen anscheinend keines mehr vorhanden war.
Bei der Uniformvergabe war die Wehrmacht offensichtlich nicht besonders wählerisch. Alle tragen die Feldbluse M40 mit Hoheitszeichen auf der rechten Brustseite. Die Koppel sind genauso unterschiedlich wie die Feldmützen. Die Person links trägt die Feldmütze wie sie bis 1942 Standard war, das Modell ab 1942 trägt die rechte Person. In der Mitte wiederum wird die Feldmütze der Legion ohne Kokarde getragen, wobei es aber auch eine russische Feldmütze sein könnte. Die Kragenspiegel stammen vermutlich auch noch von der Legion.