copyright: www.zollgrenzschutz.deBei dem im Jahr 1941 abgebildeten Zollrat handelt es sich vermutlich um Julius Neumann, zum Zeitpunkt der Aufnahme Leiter der Befehlsstelle Sanok (Nord) im Generalgouvernement.
Neumann wurde am 26.10.1897 geboren, nahm am 1. Weltkrieg teil und trat am 22.01.1919 in die in die Reichsfinanzverwaltung ein. Seit Oktober 1920 Oberzollsekretär und seit Juni 1924 Zollinspektor, war er im Oktober 1925 in der Abteilung für Zölle und Verbrauchssteuern des Landesfinanzamts Berlin beschäftigt. Im April 1930 erhielt Neumann die Beförderung zum Bezirkszollkommissar und leitete im März 1933 das BZKom Eibenstock (Hauptzollamt Eibenstock, OFP Leipzig).
Ende 1939, nach dem gewonnenen Polenfeldzug, übernahm Neumann als Zollrat die Unterkommission VI, die im Umfeld von Sanok mit sowjetischen Unterhändlern Grenzfragen zu klären hatte. Kurz danach übernahm er die Befehlsstelle Sanok-Nord und starb oder fiel vermutlich im August 1942.

Neumann war hochdekoriert und trug: Eisernes Kreuz II. Klasse (1914) im Knopfloch sowie die Wiederholungsspange (1939), Verwundetenabzeichen (1918, vermutlich schwarz), Eisernes Kreuz I. Klasse (vermutlich 1914). Daneben befinden sich an der Uniform das SA-Sportabzeichen und das NSDAP-Mitgliedsabzeichen.