Einheitliche Dienstausweise der Reichsfinanzverwaltung dürften erst zu Beginn der 1920er Jahre eingeführt worden sein da zuvor die Zoll- und Steuersachen Angelegenheit der Länder waren. Nach 1933 wurden die Vorschriften neu gefasst:

DienstzweigAusweis-
farbe
AusstellerGültigkeit
(Jahre)*
Formular-
Nr.
Betriebsprüfung hellblau Oberfinanzpräsident 4 / 8 ?
Vollziehungsdienst hellblau Vorsteher Hauptzollamt / BZKom 4 / 8 ?
Steuerfestsetzung, Steuernachprüfung,
Steueraufsicht
hellblau Oberfinanzpräsident 4 / 8 ?
Steuerfahndungsdienst hellblau Oberfinanzpräsident 4 / 8 ?
Bodenschätzung hellblau Oberfinanzpräsident 4 / 8 ?
Zollfahndungsdienst hellgrün Oberfinanzpräsident 4 / 8 ?
Allgemeine Zollverwaltung hellgrün Vorsteher Hauptzollamt / BZKom 4 / 8 W 118
Zollgrenzschutz hellgrün Vorsteher Hauptzollamt / BZKom 2 / 4 W 114a

* = 1942 wurde die Dauer der Gültigkeit verdoppelt.

Die Ausweise hatten das Format Din A 6 (105 x 148), waren zweiseitig bedruckt und bestanden aus Papier, das auf ein Stoffgewebe aufgebracht war. Die vorgedruckten Texte der Rückseite konnten je nach Situation geändert oder ergänzt werden, während die Vorderseite einheitliche Merkmale aufzuweisen hatte:
Foto
Name
Geburtsdatum
Wohnort
Nummer des Dienstausweises
Stempel des Ausstellers

Die ausstellende Behörde führte Ausgabelisten und bestellte die Vorducke beim Reichsfinanzzeugamt in Berlin. Da Dienstausweise bei Ablauf oder Ausscheiden den Inhabers aus dem Dienst durch die ausstellenden Behörden zu vernichten waren, stammen die meisten noch erhaltenen Ausweise aus den Jahren vor Kriegsende.

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