Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historische Ansichten
3. Heutige Ansichten
4. Luftbild Google Maps
5. Weblinks

Einleitung
Nach dem Westfeldzug wurde u.a. das französische Lothringen vom Deutschen Reich annektiert und eine deutsche Verwaltung eingerichtet. Für das Finanzwesen war der Oberfinanzpräsident Westmark in Saarbrücken zuständig, der spätestens 1941 in Arsweiler (französisch Angevillers) nahe der Maginot-Linie ein Zollgrenzschutz-Lager gründete. Das Lager wird je nach Quelle Ausbildungslager oder Übungsplatz genannt, lag im ehemaligen Camp d'Angevillers und trug den Namen des sogenannten Blutzeugen der Bewegung Kurt Reppich. In mehrwöchigen Kursen wurden Zollgrenzschutz-Reservisten in zöllnerischen Themen und militärisch ausgebildet. Vermutlich teilten sich Zollgrenzschutz und Wehrmacht das Lager. Während die Wehrmacht das Haupttor und kleinere Kasernengebäude nutzte, bekam der Zollgrenzschutz das Hauptgebäude und einen Nebeneingang. Das Lager dürfte bis 1944 bestanden haben, als die Alliierten Frankreich befreiten.
Das Camp d'Angevillers entstand in den 1930er Jahren mit der Maginot-Linie und beherbergte Festungstruppen, nach dem Krieg zogen die französische Armee und NATO-Truppen ein.

Historische Ansichten
copyright: www.zollgrenzschutz.deZollgrenzschutz-Reservisten im Oktober 1941. Links oben ein Schild mit der Aufschrift Kurt Reppich Lager (Vergößerung rechts unten).

copyright: www.zollgrenzschutz.deIn der Nähe des Lagers befanden sich Bunkeranlagen der Maginot-Linie. Ob sie bei der Ausbildung genutzt wurden, ist nicht bekannt.

copyright: www.zollgrenzschutz.deDer Munitionseingang des Forts Rochonvillers. In den 1980er Jahren baute die Französische Armee einen Kommandobunker ein und veränderte den Eingang.

arsweiler04Deckblatt eines Ausbildungshandbuchs von 1942 oder 1943. Siehe weiter unten für den Vergleich der Zeichnung mit dem tatsächlichen Aussehen.

Heutige Ansichten
copyright: www.zollgrenzschutz.deDirekt hinter dem Dorf Angevillers erblickt man das Hauptgebäude des ehemaligen Übungsplatzes.

copyright: www.zollgrenzschutz.deDer Haupteingang, rechts unten eine Vergrößerung des verwitterten Schildes mit der Aufschrift Casernement d'Angevillers.

copyright: www.zollgrenzschutz.deAuf den ersten Blick zwar korrekt gezeichnet, jedoch stimmen die Details nicht ganz. Der Eingang (2 rote Stangen in der Bildmitte) befindet sich heute noch an gleicher Stelle, war aber letztendlich nur ein Nebeneingang. Auf der Zeichnung ist das Gebäude gedreht, in Wirklichkeit liegt die Rückseit am Eingang. Die Form des Wasserturms sieht auf der Zeichnung anders aus, auch ist er dort leicht nach hinten gerückt.

copyright: www.zollgrenzschutz.deDie Stelle, an der die Zollgrenzer posierten.

copyright: www.zollgrenzschutz.deDie Ansicht des Gebäudes passt eher zur Vorderseite des Hauptgebäudes, auch wenn es einige deutliche Unterschiede gibt.

copyright: www.zollgrenzschutz.deHinter dem Eingang des Gebäudes verbindet ein langer Flur die Zimmer und das Treppenhaus in die anderen Etagen. Die schon lange verlassene Kaserne fiel dem Vandalismus zum Opfer, kaum etwas blieb ganz.

copyright: www.zollgrenzschutz.deDurch das undichte Dach und die zerschlagenen Fenster dringt Wasser ein, sodass sich der Holzfußboden verformt hat.

Luftbild Google Maps

Das Lager auf einer größeren Karte anzeigen

Weblinks
Französische Seite über das Camp
Französische Seite über den Bunker von Rochonvilliers
Aktuellere Bilder auf konzentrier-t.de
Bilder aus 2009
Historische Fotos und Bericht
Luftbilder
Fotos aus der Vorkriegszeit
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