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Der Zollkreuzer wurde wahrscheinlich nach Joachim Nettelbeck (1738-1824) benannt, der seit der Verteidigung von Kolberg gegen napoleonische Truppen im Jahr 1807 als Volksheld galt. Mit ihren Schwesterschiffen Freiherr vom Stein und Yorck verfügte das Reichsfinanzministerium in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg über drei hochmoderne Schiffe.
Nach Indienststellung patrullierte das Schiff im Gebiet von Stolpmünde in der Ostsee. Kurz vor oder kurz nach Kriegsbeginn im September 1939 beschlagnahmte die Kriegsmarine den Zollkreuzer und setzte ihn als Unterseebootjäger UJ 171 bei der 17. U-Bootsjagdflottille in der Ostsee ein. Mitte 1940 wurde aus dem Schiff der Flakjäger FL.J 26 mit Zuordnung zur 2. Flakjägerflottille in der Nordsee, es kam nach Auflösung der Flotille im März 1943 zur 3. Minensuchflottille in der Ostsee. Seit Mobilmachung war dem Schiff die Feldpostnummer 04270 zugeordnet. Für den Einsatz in der Kriegsmarine dürften Umbaumaßnahmen notwendig gewesen sein, da während der Zeit als Zollkreuzer keine Schiffsbewaffnung installiert war. 1944 soll die ehemalige Nettelbeck durch die sowjetische Luftwaffe beschädigt worden sein, nach Kriegsende tat sie Dienst als PS-5 in der sowjetischen Nordflotte und soll 1967 verschrottet worden sein.

Werft Nobiskrug, Rendsburg
Baujahr & Stapellauf 1935
Baunummer 442
Länge 42,80m
Breite 6,40m
Tiefgang 4,00m (Angabe ist unwahrscheinlich und dürfte bei ca. 2,65m gelegen haben)
Leistung & Antrieb 3.200 PS, 2 x 10 Zylinder Diesel
Geschwindigkeit 21kn

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