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Der Zollkreuzer wurde nach Ludwig Yorck von Wartenburg (1759-1830) benannt, der während der Koalitions- und Befreiungslriege gegen das napoleonische Frankreich als Heerführer wichtige Akzente setzte. Mit ihren Schwesterschiffen Freiherr vom Stein und Nettelbeck verfügte das Reichsfinanzministerium in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg über drei hochmoderne Schiffe.
Nach Indienststellung patrullierte das Schiff im Gebiet von Pillau in der Ostsee. Kurz vor oder kurz nach Kriegsbeginn im September 1939 beschlagnahmte die Kriegsmarine den Zollkreuzer und setzte ihn als Unterseebootjäger UJ 174 bei der 17. U-Bootsjagdflottille in der Ostsee ein. Mitte 1940 wurde aus dem Schiff der Flakjäger FL.J 25 mit Zuordnung zur 2. Flakjägerflottille in der Nordsee, es kam nach Auflösung der Flotille im März 1943 zur 3. Minensuchflottille in der Ostsee. Seit Mobilmachung war dem Schiff die Feldpostnummer 36103 zugeordnet. Für den Einsatz in der Kriegsmarine dürften Umbaumaßnahmen notwendig gewesen sein, da während der Zeit als Zollkreuzer keine Schiffsbewaffnung installiert war. Nach Kriegsende erfolgte ein Einsatz in der German Minesweeping Administration (GMSA).

 

Werft Nobiskrug, Rendsburg
Baujahr & Stapellauf 1936
Baunummer 450
Länge 42,75m
Breite 6,40m
Tiefgang 2,65m
Leistung & Antrieb 3.200 PS, 2 x 10 Zylinder Diesel
Geschwindigkeit 21kn


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Der Zollkreuzer wurde nach Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757-1831) benannt, der während der Koalitions- und Befreiungskriege gegen das napoleonische Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Staatsmann und Reformer wichtige Funktionen ausübte. Mit ihren Schwesterschiffen Nettelbeck und Yorck verfügte das Reichsfinanzministerium in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg über drei hochmoderne Schiffe.
Kurz vor oder kurz nach Kriegsbeginn im September 1939 beschlagnahmte die Kriegsmarine den Zollkreuzer und setzte ihn als Unterseebootjäger UJ 172 bei der 17. U-Bootsjagdflottille in der Ostsee ein. Das Schiff nahm im April 1940 am Unternehmen Weserübung, der Besetzung Dänemarks und Norwegens, teil und gehörte zur Kriegsschiffgruppe 9 mit Ziel Middelfart in Süd-Dänemark. Etwa Mitte 1941 erhielten die U-Jäger vierstellige Nummern, aus UJ 172 wurde UJ 1702, bis zu diesem Zeitpunkt war dem Schiff die Feldpostnummer 04661 zugeordnet. Für den Einsatz in der Kriegsmarine dürften Umbaumaßnahmen notwendig gewesen sein, da während der Zeit als Zollkreuzer keine Schiffsbewaffnung installiert war. Nach diesem Zeitpunkt ist das weitere Schicksal unklar, hier gibt es drei Varianten, darüber hinaus trug das Schiff möglicherweise weitere Bezeichnungen: Mobilisierungs-Fischdampfer Mob-FD 62, Kriegs-Unterseebotjäger KUJ 16, Orion, Dania.
1.) Am 01.02.1944 begleitete das Schiff einen Geleitzug und wurde bei einem Angriff britischer Bomber nahe der norwegischen Halbinsel Stadlandet versenkt.
2.) Ende 1944 legte der französische Minenleger Rubis in einer als minenfrei geltenden Fahrrinne vor Norwegen Minen. Am 21.12.1944 durchquerte eine deutsche Schiffsgruppe mit UJ 1702 das Gebiet und sank.
3.) Ab Mitte setzte die Kriegsmarine das Schiff als Versuchsschiff bei einem Nachrichtenmittelerprobungskommando (N.E.K.) ein. 1945 von den Briten beschlagnahmt und in Royal Harald umbenannt wurde es als Stationsyacht des britischen kommandierenden Admirals eingesetzt. Später in Eileen umbenannt, war es das Flaggschiff des Controller General. Einige Zeit danach bekam es den Namen Royal Albert, ging 1951 an Griechenland und erhielt dort den Namen Olympos.

 

Werft Nobiskrug, Rendsburg
Baujahr & Stapellauf 1939, 10.03.1939
Baunummer 500
Länge 42,85m
Breite 6,63m
Tiefgang 2,57m
Leistung & Antrieb 3.200 PS, 2 x 10 Zylinder Diesel
Geschwindigkeit 23,8kn


zkfvs02Als Erinnerung an die Schiffstaufe wurde ein Teil der zerschlagenen Flasche verschenkt. Danke an Louis Neveu für das Überlassen des Bildes.

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Der Zollkreuzer wurde wahrscheinlich nach Joachim Nettelbeck (1738-1824) benannt, der seit der Verteidigung von Kolberg gegen napoleonische Truppen im Jahr 1807 als Volksheld galt. Mit ihren Schwesterschiffen Freiherr vom Stein und Yorck verfügte das Reichsfinanzministerium in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg über drei hochmoderne Schiffe.


Nach Indienststellung patrullierte das Schiff im Gebiet von Stolpmünde in der Ostsee. Kurz vor oder kurz nach Kriegsbeginn im September 1939 beschlagnahmte die Kriegsmarine den Zollkreuzer und setzte ihn als Unterseebootjäger UJ 171 bei der 17. U-Bootsjagdflottille in der Ostsee ein. Mitte 1940 wurde aus dem Schiff der Flakjäger FL.J 26 mit Zuordnung zur 2. Flakjägerflottille in der Nordsee, es kam nach Auflösung der Flotille im März 1943 zur 3. Minensuchflottille in der Ostsee. Seit Mobilmachung war dem Schiff die Feldpostnummer 04270 zugeordnet. Für den Einsatz in der Kriegsmarine dürften Umbaumaßnahmen notwendig gewesen sein, da während der Zeit als Zollkreuzer keine Schiffsbewaffnung installiert war. 1944 soll die ehemalige Nettelbeck durch die sowjetische Luftwaffe beschädigt worden sein, nach Kriegsende tat sie Dienst als PS-5 in der sowjetischen Nordflotte und soll 1967 verschrottet worden sein.

 

Werft Nobiskrug, Rendsburg
Baujahr & Stapellauf 1935
Baunummer 442
Länge 42,80m
Breite 6,40m
Tiefgang 4,00m (Angabe ist unwahrscheinlich und dürfte bei ca. 2,65m gelegen haben)
Leistung & Antrieb 3.200 PS, 2 x 10 Zylinder Diesel
Geschwindigkeit 21kn

 

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