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Die Jamtalhütte ist eine Schützhütte bzw. ein Stützpunkt in der tiroler Silvretta (Ostalpen). Zwischen 1939 und 1945 war sie wegen der Grenznähe zur Schweiz vom Zollgrenzschutz besetzt, der von hier aus die Grenze bewachte.

Die Einberufungen zur Wehrmacht ließen bald das für den Hochgebirgsdienst ausgebildete Personal knapp werden. Der Oberfinanzpräsident Innsbruck richtete Anfang 1942 in der Hütte eine Hochgebirgsschule ein, der erste 12-tägige Lehrgang begann am 16.02.1942. Zunächst nur für Zollgrenzschützer seines Bezirks gedacht, sollten später auch andere Oberfinanzpräsidien teilhaben können.
Die beengten Verhältnisse in der Hütte galten jedoch als ungenügend, weshalb sie ab Mitte 1942 ausgebaut werden sollte. Zwar hatten alle notwendigen Behörden dem Ausbau zugestimmt, als jedoch alle Dokumente vorlagen, war eine einschneidende Baubeschränkung eingetreten und nicht mehr ohne Weiteres an das Baumaterial zu gelangen. Hier musste erst wieder das Reichsfinanzministerium grünes Licht geben, was dann auch im Juli 1942 geschah.
Ob die Hütte danach ausgebaut wurde, ist unwahrscheinlich. Zum einen dürften die Baustoffe, darunter mehrere tausend Ziegel, erst gegen Jahresende und damit im Winter vorhanden gewesen sein. Zum anderen hatte der Zollgrenzschutz in der Bauperiode Frühjahr/Sommer 1943 mit den Rückzügen im Osten und der gefährlichen Lage im Westen schon andere Sorgen.


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