In der Zollgrenzschutz-Anordnung Nr. 1 vom September 1941 bestimmte Generalinspekteur Hoßfeld:

Besondere Einsatzkommandos
Der Zollgrenzschutz ist im bisherigen Verlauf des Krieges wiederholt überraschend zu besonderen Unternehmungen (Grenzabriegelungen usw.) eingesetzt worden. Die sofortige Einsatzbereitschaft des Zollgrenzschutzes muss auch für solche besonderen Aufgaben jederzeit sichergestellt sein. Ich bitte deshalb, in Bezirken, in denen mit überraschend anfallenden Aufgaben gerechnet werden kann, besondere Einsatzkommandos in Stärke von etwa 20 bis 30 Mann und 2 Krädern je HZA (Befehlsstelle des Zollgrenzschutzes) zu bilden, die bei Bedarf als "fliegende Zollaufsichtsstellen" mit LKW an jeder beliebigen Stelle des Bezirks vorübergehend eingesetzt werden können. Jedes Einsatzkommando ist hinsichtlich der Leitung und personellen Zusammensetzung, der Ausrüstung, der Bereitstellung von LKW und Krädern, von Betriebsstoffen, unter Umständen von Lebensmitteln (eisernen Rationen) usw. weitgehend vorzubereiten und durch praktische Übungen zu schulen.

Ob der Grund wirklich in den Grenzabriegelungen lag, scheint aus heutiger Sicht zumindest fraglich. Die mir bekannten Grenzabriegelungen wurden in der Regel etwa eine Woche vorher per Wehrmachts-Befehl bekannt gegeben und möglicherweise schon vorher intern kommuniziert. Die Aufgabe erfüllten vermutlich die eh schon an der Grenze liegenden Grenzaufsichtsstellen. Als ein wichtiger Grund erscheint mir das Auftreten von Widerstandsbewegungen, dennoch sind in meinen Unterlagen Einsatzkommandos bisher ausschließlich in Frankreich verzeichnet, wo es u.a. folgende gab:
Einsatzkommando 14 (Bayonne)
Einsatzkommando Biarritz (30 Personen zuzüglich 4 Dolmetscher, 2 DRK-Helferinnen und 1 Stenotypistin)
Einsatzkommando Boulou
Einsatzkommando Chambéry
Einsatzkommando St. Girons (20 Personen)
Einsatzkommando Tangines
 Einsatzkommando Perpignan (26 Personen zuzüglich 2 Dolmetscher, 1 DRK-Helferin)

Ein Teil der vorgenannten Kommandos werden ausdrücklich im Zusammenhang mit Partisanen erwähnt.
Das Einsatzkommando Chambéry, konnte einen besonderen Erfolg gegen die örtliche Widerstandsbewegung erzielen. Eigene Fahndungen wurden durch einen sogenannten Gewährsmann untermauert, sodass man im Dezember 1944 die Wohnung des Franzosen Soleillant in Chambéry durchsuchte. Zwar traf man ihn nicht an, fand aber einen kleinen Koffer mit umfangreichen Schriftstücken und Drucksachen. Die Abwehrstelle Lyon (Wehrmacht) und der SD Lyon (Sicherheitsdienst der SS) wurden hinzugezogen und gemeinsam mit SD und Feldgendarmerie wurden am nächsten Tag 46 Personen verhaftet. Letztendlich hatte man einen guten Einblick in die Organisation der örtlichen Résistance (France Tireurs et Partisans de France - FTP) bekommen.