Um den Jahreswechsel 1944/45 herum überschritten die Alliierten die westlichen und östlichen Reichsgrenzen, wobei die Grenzbewachung zunächst keine große Rolle spielte. Die Alliierten sicherten die öffentliche Ordnung mit Militär und Polizei, während die Grenzsicherung schnell an besondere Organisationen übergeben wurde. Diese setzten vielfach ehemalige Zollgrenzschützer ein, wobei auch zahlreiche im Ausland tätig gewesene Zöllner nach dem Krieg ihre Karrieren fortsetzen konnten.
Die Alliierten verfolgten zunächst kein einheitliches Konzept. 1947 schlossen sich die amerikanische und die britische Besatzungszone wirtschaftlich zusammen (Bizone), vereinigten den Zollgrenzschutz aber erst 1949 unter Umbenennung in Zollgrenzdienst. Der Zollgrenzschutz/Zollgrenzdienst war schon vorher aus der Finanzverwaltung herausgelöst worden und ging erst 1949 wieder in ihr auf. In der französischen Besatzungszone blieb die von Beginn an Zollgrenzdienst genannte Grenzsicherung Bestandteil der Finanzverwaltung. Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Mai 1949 dauerte es noch einige Zeit, bis im August 1950 der Zollgrenzdienst im Westen durch Bundesgesetz wieder den Oberfinanzpräsidenten übertragen wurde.