Geschichte

Am 10.02.1942 befahl das Oberkommando des Heeres (OKH) im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister, dass im Bereich des Militärbefehlshabers Serbien der Zollgrenzschutz mit 7 Bezirkszollkommisariaten und 200 Mann eingesetzt wird. Durch Überwachung und Leitung der serbischen Zollbeamten sollte eine ordnungsgemäße Bewachung der Grenze sichergestellt werden.

Zu Beginn des 2. Weltkrieges neutral, trat Jugoslawien am 25.03.1941 dem Dreimächtepakt bei. Schon am 27. wurde die Regierung gestürzt mit dem Ziel, die Neutralität wiederherzustellen, ferner kam es zu antifaschistischen Demonstrationen. Am 06.04. begann der deutsche Balkanfeldzug, der nach wenigen Tagen mit der jugoslawischen Kapitulation endete. Nach der Besetzung durch deutsche Truppen, wurde Jugoslawien in mehrere Teile geteilt, darunter Serbien mit einer deutschen Militärregierung.

Wegen der Wichtigkeit von Serbien für die Kriegsführung durch die geographische Lage und die Bodenschätze, wurden ab Sommer 1941 an den serbischen Grenzen mit Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Albanien und Kroatien Grenzkontrollen eingerichtet. Im Juni 1941 wurde ein Verbindungsbeamter des Zollgrenzschutzes dem Kommandierenden General in Belgrad zugeteilt. Aufgrund der Größe des Gebietes und der Aufgaben folgte Anfang 1943 die Errichtung einer zentralen Befehlsstelle und gleichzeitig die Umbenennung in Zollgrenzschutz Südost. Die Aufsicht übte das Oberfinanzpräsidium Niederdonau aus.
Der Einsatz bestand überwiegend aus Zoll-Aufgaben wie Grenzkontrolle und Schmuggelabwehr. Bei Belgrad bzw. Vlaykovac wurde im Frühjahr 1943 ein Lager zur Ausbildung von Zollmännern, Zollhunden, Reitern und Kraftfahrern eingerichtet. Zur Überwachung der Flussgrenze an Donau und Save waren zwei größere Zollboote (Kurpfalz und Niederdonau) und zwei Kleinere eingesetzt, als Besonderheit gab es das Bezirkszollkommissariat Orestias an der bulgarisch-türkischen Grenze. Siehe auch Bild des Monats Juni 2004 für die GASt Kruschitz und Lebenslauf Ernst P..

Ab Sommer 1944 wurde die Situation immer bedrohlicher, worauf verschiedene Stützpunkte zu Großgrenzaufsichtsstellen zusammengezogen wurden. Im September 1944 erreichten die sowjetischen Truppen die bulgarisch-serbische, im Oktober 1944 die rumänisch-serbische Grenze. Der Zollgrenzschutz wurde daraufhin Anfang Oktober 1944 nach Graz und Wien verlegt und auf verschiedene Einsatzgebiete verteilt.

Dienststellen
Bezeichnung Verbindungsbeamter des Zollgrenzschutzes beim Bevollmächtigten und Kommandierenden General in Serbien
Verbindungsbeamter des Zollgrenzschutzes beim Militärbefehlshaber Südost (07.10.1943)
Anschrift Belgrad, Parlamentsgebäude
Feldpostnr. 15703
Bestehen Mitte 1941 - Oktober 1944
Stärke ?
Leitung Kriegsverwaltungsrat Dr. Rieger
Regierungsrat Paul Tamchina
Regierungsrat Penndorf
Nachgeordnet
  • Befehlsstelle Groß-Betschkerek
  • Ausbildungslager Belgrad, später nach Vlaykovac verlegt
  • Werkstätte Betschkerek
Einsatz ?

 

Bezeichnung Befehlsstelle Groß-Betschkerek
Anschrift ?
Feldpostnr. 42255
Bestehen 1943 - Oktober 1944
Stärke ?
Leitung Zollrat Unterberg
Nachgeordnet
  • Bezirkszollkommissariat Belgrad
  • Bezirkszollkommissariat Groß-Betschkerek (Leiter BZKom Daum / FPN 42327)
  • Bezirkszollkommissariat Groß-Kikinda (BZKom Wuckl / FPN 34799)
  • Bezirkszollkommissariat Kladovo (FPN 46891)
  • Bezirkszollkommissariat Kosovska-Mitrowica (Leiter ZI Otto Retow / FPN 45094)
  • Bezirkszollkommissariat Leskowac (FPN 44346)
  • Bezirkszollkommissariat Ljubovija (Leiter BZKom Richter / FPN 00406)
  • Bezirkszollkommissariat Modosch (Leiter BZKom Rodinger / FPN 35516)
  • Bezirkszollkommissariat Neu-Kanischa (Leiter BZKom Reiche / FPN 33963)
  • Bezirkszollkommissariat Orestias (FPN 57501)
  • Bezirkszollkommissariat Sabac (Leiter BZKom Woithe, BZKom Henrich, BZKom Woithe)
  • Bezirkszollkommissariat Semlin (FPN 41551)
  • Bezirkszollkommissariat Usice (Leiter BZKom Walter Kusserow / FPN 45946)
  • Bezirkszollkommissariat Werschetz (FPN 43184)
  • Bezirkszollkommissariat Zajecar (FPN 43955)
Einsatz ?

 

Statistik

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