Geschichte

Ende Oktober 1941 gab das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzministerium den Einsatzbefehl. Die Leitung übernahm ein Verbindungsbeamter, der in militärischen Fragen dem Wehrmachtsbefehlshaber Ukraine unterstand und dessen Stab angehörte. Die Versorgung wurde von der Wehrmacht sichergestellt. Der Zollgrenzschutz hatte die Südgrenze des Reichskommisariats Ukraine lückenlos zu überwachen, militärisch relevante Beobachtungen zu melden, sowie Sabotage und Spionage zu verhindern.

Seitens der Reichsfinanzverwaltung übernahm der Oberfinanzpräsident Troppau die Aufsicht. Aufgrund der Personalknappheit wurden ab Oktober 1942 ukrainische Hilfswillige und im Sommer von der Wehrmacht Soldaten der Wolga-tatarischen Legion übernommen. Im Herbst 1943 musste das Bezirkszollkommissariat Nikolajew an die Front geschickt werden, um die eingedrückten Stellungen zu halten. Gute Dienste leistete ab Oktober 1943 das Zollflugzeug Zoll I. Ab Dezember 1943 nahm die Partisanentätigkeit wegen der näher rückenden Front stark zu, gleichzeitig kam es zu einer besseren Ausrüstung mit Maschinenwaffen. Ab 01.01.1944 übernahm der Zollgrenzschutz Ukraine zusätzlich die Kontrolle der Wehrmachtsangehörigen, um dabei Versprengte und Fahnenflüchtige aufzufangen. Ab März 1944 war der ZGS Ukraine wegen dem allgemeinen Rückzug nicht mehr nötig, wurde zurückgenommen und in Oberschlesien gesammelt, wobei es zu hohen Verlusten kam.

Dienststellen
Bezeichnung Verbindungsbeamter des Zollgrenzschutzes beim Wehrmachtsbefehlshaber Ukraine
Hauptbefehlsstelle des Zollgrenzschutzes Ukraine (15.10.1942)
Sitz Rowno (angeblich nach Poltawa verlegt, wofür sich kein Nachweis findet. Poltawa läge dazu weit außerhalb des Zuständigkeitsbereichs)
Feldpostnr. 00186
Bestehen 01.10.1941 - März 1944
Stärke ?
Leitung Regierungsdirektor Wehdeking, ab 01.04.1942 Regierungsrat Ulrich von Wissel
Nachgeordnet
  • Befehlsstelle Kamenez-Podolsk
  • Befehlsstelle Nikolajew
  • Befehlsstelle Winniza
Einsatz ?

 

Bezeichnung Befehlsstelle Kamenez-Podolsk
Anschrift ?
Feldpostnr. 36402, später 06938
Bestehen 01.10.1941 - März 1944
Stärke 649 (02.03.1943)
Leitung 10.1941 Oberzollinspektor Rosemayer
11.1941-04.1943 Oberzollrat August Stuhrmann
05.1943-06.1944 Zollrat Willy Lux

10.41-06.44 Oberzollinspektor Schierer (Vertreter)
Nachgeordnet
  • Bezirkszollkommissariat Jaltuschkow (Leiter ZI Georg Liebrenz / FPN 39717, später 09562)
  • Bezirkszollkommissariat Kamenez-Podolsk (Leiter BZKom Hauffen / FPN 10657)
  • Bezirkszollkommissariat Murowannje-Kurilowzy (Leiter BZKom Johannes Schroether / FPN 39120, später 13017)
  • Bezirkszollkommissariat Nowa-Uschiza (Leiter ZI Fritz Doenitz / FPN 04468)
Einsatz ?

 

Bezeichnung Befehlsstelle Nikolajew
Anschrift ?
Feldpostnr. 07111
Bestehen 01.10.1941 - März 1944
Stärke 713 (02.03.1943)
Leitung Zollrat Wennrich
Nachgeordnet
  • Bezirkszollkommissariat Nikolajew (FPN 14313)
  • Bezirkszollkommissariat Nowaja-Odessa (FPN 05691)
  • Bezirkszollkommissariat Perwomaisk (Leiter BZKom Friedrich Engemann / FPN 02047)
  • Bezirkszollkommissariat Wosnessensk (Leiter BZKom Gerhard Robben / FPN 15402)
Einsatz ?

 

Bezeichnung Befehlsstelle Winniza
Anschrift ?
Feldpostnr. 03524
Bestehen 01.10.1941 - März 1944
Stärke 744 (02.03.1943)
Leitung 07.1941 Zollrat Herbert Hahn
Regierungsrat Eugen Aichholz
03.1944 Zollrat Willy Lux (kommissarisch)
Nachgeordnet
  • Bezirkszollkommissariat Brahilow (FPN 12235)
  • Bezirkszollkommissariat Gaissin (Leiter BZKom Kurt Prüfer / FPN 08216)
  • Bezirkszollkommissariat Gaiworon (FPN 11793)
  • Bezirkszollkommissariat Nemirow (Leiter BZKom Kulke / FPN 01339)
Einsatz ?

 

Statistik

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