Mit den Rückzügen im Osten und Westen wurde der Zollgrenzschutz in seiner Rolle als Finanzbehörde und Grenzschutz überflüssig. Aus den zurück strömenden Dienststellen wurden ab etwa Mitte 1944 zahlreiche Zollgrenzschutz-Bataillone gebildet, welche durchweg der Wehrmacht unterstanden.
Möglicherweise versprach man sich eine höhere Kampfkraft und geringeren Organisationsaufwand, wenn man die bestehenden Befehlsketten und Strukturen des Zolls beibehielt und die Dienststellen lediglich militärisch organisierte. Tatsächlich fehlte es jedoch an militärischer Erfahrung, Ausrüstung, Nachschub, schwerer und vor allem einheitlicher Bewaffnung. Aber auch die Überalterung der Einheiten stellte ein Problem dar. Deswegen wurden die Bataillone zunächst nur hinter der Front für Schanz- und Bewachungsaufgaben eingesetzt und hatten bei Fronteinsätzen hohe Verluste zu beklagen.

RegimenterBatailloneKompanienSonstige
  • Einheit Bold
  • Einheit Dumonza
  • Einheit Hamann *
  • Einheit Lutz
  • Einheit Schaefer
  • Einheit Schmidt
  • Einheit Schröter *
  • Einheit Schrötter
  • Einheit Woschke

Die mit einem * markierten Einheiten werden nur in der DRK-Vermisstenbildliste und/oder in der Feldpostübersicht erwähnt. Weitere Informationen sind bisher nicht bekannt.
1 Das Grenzschutz-Btl. Pfetterhausen wird nur in der DRK-Vermisstenbildliste mit einem ca. im Oktober 1944 Vermissten genannt. Mitte November 1944 waren in und um Pfetterhausen für wenige Stunden die Bataillone Söllner und Stern in Kampfhandlungen verwickelt. Das war der einzige Einsatz von ZGS-Bataillonen in dem Ort. Deswegen ist es wahrscheinlich, dass eines von ihnen mit dem Btl. Pfetterhausen identisch ist.